Bericht von Michael Ruisinger
Ein enorm wichtiger 2:0-Heimsieg gelang dem TSV Rain
gegen den starken Neuling SV Heimstetten. Besonders nach dem
Seitenwechsel, als beim TSV Rain die Kräfte immer mehr schwanden,
hing der Sieg mehrmals am seidenen Faden. Zum Glück für den TSV
Rain konnte aber der SVH keine seiner zahlreichen Chancen in einen
Torerfolg ummünzen. Aleksandar Dmitrovic brachte Rain quasi mit dem
Halbzeitpfiff durch ein Kopfballtor in Führung. Den Endstand
besorgte der eingewechselte Ahmet Cam nach einem Konter in der
Nachspielzeit. Letztendlich war es vor 250 Zuschauern ein
glücklicher Sieg des TSV Rain.

Aleksandar Dmitrovic erzielt die Führung per
Kopf
Kurzfristig musste Rains Trainer Kurt Kowarz in diesem so wichtigen
Spiel neben Johannes Schlumberger noch auf seinen
Mittelfeldstrategen Marco Löring verzichten. Löring litt an einer
Magen-Darm-Verstimmung. Den Platz von Löring nahm Maximilian Lutz
ein. Zudem kam Andreas Götz für Benedikt Förster und Simon Clari
für Dominic Wünsch in die Startformation. Auf dem tiefen Untergrund
tat sich zunächst nichts Entscheidendes. Die Kontrahenten
begegneten sich auf Augenhöhe. Mit der Heimstettener Abseitsfalle
hatte der TSV Rain in der ersten Spielhälfte mehrmals seine
Probleme. Sebastian Fischer, nicht nur an diesem Tage einer der
auffälligsten Akteure, hatte mit einem Distanzschuss und einem
Freistoß Pech (9. und 27. Minute). Auf der Gegenseite bereinigte
Alexander Egen eine brenzlige Situation (15. Min.) im letzten
Moment. Zudem kam Christopher Oretan in der 30. Minute bei einer
guten Konterchance einen Schritt zu spät, sodass Sascha Jöckel den
Ball aufnehmen konnte. Als die Zuschauer schon mit einem 0:0 zu
Pause rechneten fiel doch noch ein Tor, und zwar für den TSV Rain.
Sebastian Fischer zog aus halbrechter Position einen Freistoß in
den Fünfer. Aleksandar Dmitrovic (Bild)
war mit dem Kopf zur Stelle und nickte ein. Danach war Schluss.
Dieses Tor kam für den TSV Rain genau zum richtigen Zeitpunkt.

Rain im Glück: Der Ball touchierte die
Oberkante der Querlatte
Beide Mannschaften kamen unverändert aus der Kabine. Die
Heimstettener versuchten nun mit aller Macht den Ausgleich.
Mindestens ein Punkt sollte mit in den Münchener Osten genommen
werden. Heimstetten diktierte nun das Geschehen im
Georg-Weber-Stadion. Rain brachte kaum noch Konstruktives in der
Vorwärtsbewegung zusammen. Zudem schwanden mit zunehmender
Spieldauer die Kräfte. Freilich glückte dem SVH zunächst auch noch
nichts
Zählbares.
Richtig gefährlich wurden die Gäste erst mit der Hereinnahme von
Ibrahim Aydemir nach einer Stunde. Aydemir war es dann auch der
zwei riesige Ausgleichschancen für Heimstetten hatte. In der 67.
Minute machte Sascha Jöckel seinen Kopfball unschädlich. Drei
Minuten später zog er von der 16-Meter Linie direkt ab. Der Schuss
touchierte die Oberkante der Querlatte (Bild).
Hier konnte Rain ganz tief durchatmen. Sasa Memisevic (80. Min.)
und Sebastian Paul (90. Min.) boten sich weitere Ausgleichschancen
für den SVH. Als die 90. Minuten schon vorbei waren wurde es noch
einmal richtig hektisch und spannend. In der zweiten Minute der
dreiminütigen Verlängerung wollten die Gäste einen Foulelfmeter.
Grund war wohl ein Körperkontakt zwischen Den Lovric und Ibrahim
Aydemir. Ob es ein Elfer war, kann an dieser Stelle nicht geklärt
werden. Die Meinungen jedenfalls gingen auseinander. Schiedsrichter
Bernd Brand ließ weiterlaufen. Gegen die entblößte Heimstettener
Abwehr schloss der eingewechselte Ahmet Cam (Bild) einen
Konterangriff mit dem 2:0 ab. Hinterher konnte es den Rainern egal
sein ob der Sieg glücklich war oder nicht. Die entscheidenden
Punkte blieben in Rain.
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Bisherige Bayernliga-Bilanz:
S U N Punkte Tore
Zuschauer
0 0 0
0 0:0
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Aufstellung:
TSV Rain: Sascha Jöckel – Alexander Egen, Bernd
Taglieber, Aleksandar Dmitrovic, Andreas Götz – Maximilian Lutz
(ab 90. Benedikt Förster), Den Lovric, Sebastian Fischer –
Zeljko Brnadic – Daniel Schneider (ab 73. Dominic Wünsch),
Simon Clari (ab 57. Ahmet Cam).
SV Heimstetten: Patrick Lehner – Sebastian Paul, Marco
Malenoff, Alexander Schmalhofer – Christoph Schmitt – Quirin
Moll (ab 75. Sasa Memisevic), Dominik Schmitt, Arthur Kubica,
Steven Toy (ab 87. Ali Kartal) – Christopher Oretan (ab 60.
Ibrahim Aydemir).
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Tore:
1:0 (45. Min.) Aleksandar Dmitrovic
2:0 (90. + 3 Min.) Ahmet Cam
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Zuschauer: 250
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Schiedsrichter:
Bernd Brand (FC Schallfeld/Unterfranken)
SRA I: Max Burlein (TSV Abtswind)
SRA II: Steffen Mix (TSV Abtswind) |
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B. V.:
B. V.: k e i n e
Gelbe Karten (4): Zeljko Brnadic, Den Lovric – Steven Toy,
Sebastian Paul. |
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Stimmen zum Spiel:
Claus Schromm (Trainer SV Heimstetten):Wir wussten, dass Rain sehr
heimstark ist, zuletzt aber in Rosenheim nicht so gut spielte. Von
daher war es für uns schon ein schweres Spiel. Trotzdem bot meine
Mannschaft spielerisch wie kämpferisch eine sehr starke Leistung.
Der einzige Kritikpunkt meinerseits ist, dass uns die
Durchschlagskraft nach vorne fehlte. Besonders in der zweiten
Hälfte hatten wir riesige Torchancen die ungenutzt blieben.
Trotzdem Kompliment an meine Mannschaft.
Kurt Kowarz (Trainer TSV Rain): Im
Endeffekt haben wir glücklich aber verdient gewonnen. Verdient
deswegen, weil wir zwei Tore schossen und Heimstetten keines. Man
darf aber nicht vergessen, dass uns noch das schwere Spiel vom
Mittwoch in Rosenheim in den Knochen steckte. Kämpferisch boten wir
heute trotzdem eine sehr gute Leistung. Entscheidend war heute das
wir im richtigem Moment die Tore machten. Heimstetten agierte
taktisch sehr klug. Was wiederum auf eine sehr gute Arbeit von
Trainer Claus Schromm schließen lässt. |
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