Bericht von Michael Ruisinger
Der TSV Rain kann sich in der Bayernliga weiterhin auf
seine Heimstärke verlassen. Im zehnten Heimspiel gelang den
Schützlingen von Trainer Kurt Kowarz gegen den kampfstarken und
taktisch klug eingestellten SV Schalding/Heining mit dem 2:1
bereist der siebte Heimsieg der laufenden Saison. Keine Frage, das
2:1 war glücklich und kam in der letzten Konsequenz nur durch einen
Fehlgriff vom ansonsten tadellos haltenden Schaldinger Torhüter
Christian Wloch zustande. Daniel Schneider war es egal, mit der
Brust drückte er das Spielgerät in der 84. Spielminute zum
2:1-Siegtreffer über die Linie.
Zwei
Änderungen nahm Rains Trainer Kurt Kowarz im ersten Rückrundenspiel
vor. Für den verletzten Benedikt Förster spielte in der Viererkette
links Andreas Götz. Im Mittelfeld bekam Dominic Wünsch, der im
Hinspiel genauso wie Benedikt Förster ein Tor erzielte den Vorzug
vor Maximilian Lutz. In den ersten 45 Spielminuten entwickelte sich
ein weitgehend ausgeglichenes Spiel ohne großartige Torraumszenen.
Schon in der Anfangsphase musste der TSV Rain auswechseln. Zeljko
Brnadic zog sich bereits in der 16. Spielminute eine Verletzung im
Adduktorenbereich zu. Für ihn kam Ahmet Cam (Bild), der nach
einer gewissen Anlaufzeit gut ins Spiel fand. Cam war auch
Ausgangspunkt des Ausgleiches. Die Rainer Defensive stand in der
ersten Halbzeit gut. Der Führende in der
Bayernliga-Torschützenliste Benjamin Neunteufel wurde gut aus dem
Spiel genommen. Nennenswerte Torchancen boten sich den Gästen kaum.
Ausnahme war die 26. Spielminute. Nach einem Fehler in der
Defensive hatte Matthias Url freie Bahn. Sein Schuss ging jedoch
rechts am Tor vorbei. Auf der Gegenseite hätte eigentlich Marco
Löring in der 29. Spielminute einen Elfmeter bekommen müssen. Josef
Krieg zog den schussbereiten Löring im Strafraum das Standbein weg.
Der junge Schiedsrichter Michael Wander ließ jedoch weiterspielen.
Löring war es auch der in der 41. Spielminute bei einer guten
Situation im richtigen Moment das Falsche machte. Anstatt selbst
die Verantwortung zu übernehmen spielte Marco quer. Ansonsten fiel
in der ersten Halbzeit noch Daniel Schneider durch seine enorme
Laufarbeit auf.

Nach dem Seitenwechsel musste der TSV Rain erst einmal einen Schock
verdauten. Als Philipp Roos in der 55. Spielminute von rechts
ungehindert auf den langen Pfosten flanken konnte hatte Benjamin
Neunteufel keine Mühe mehr um das Spielgerät zum 0:1 einzunicken.
In der Folgezeit schwamm der TSV Rain. Zum Glück konnten die Gäste
daraus aber kein Kapital schlagen. Eine hervorragende Torchance
hatte Matthias Url in der 57. Spielminute. Nachdem er von Benjamin
Neunteufel bedient wurde, scheiterte er jedoch am ausgezeichnet
reagierenden Sascha Jöckel. Das war die eigentliche Schlüsselszene
des Spiels. Rain erholte sich und glich in der 64. Spielminute zum
1:1 aus. Ausgangspunkt
war
Ahmet Cam der Alexander Egen bediente. Egens präzise Flanke vor das
Tor beförderte Daniel Schneider über die Linie zum vielumjubelten
1:1. Nun wollte Rain mehr, die Gäste hielten jedoch weiterhin sehr
gut dagegen. Pech hatte Sebastian Fischer dessen Schuss in der 70.
Minute abgewehrt wurde. Die Zeit verstrich immer mehr. Die
Entscheidung dann in der 84. Spielminute. Mannschaftskapitän Bernd
Taglieber schlug einen scharfen Freistoß in den Fünfmeterraum.
SVSH-Torhüter Christian Wloch ließ die Lederkugel aus den Händen
gleiten. Daniel Schneider war zur Stelle und beförderte den Ball
mit der Brust über die Linie.
Vier Minuten später hatten die Schaldinger sogar noch eine gute
Ausgleichschance. Der Freistoß von Christian Süß ging jedoch knapp
am langen Pfosten vorbei. Somit blieb es beim insgesamt glücklichen
Rainer Heimsieg. Ob aber glücklich oder nicht. Danach fragt bereits
heute kein Mensch mehr. |
Bisherige Bayernliga-Bilanz:
S U N Punkte Tore
Zuschauer
3 0 0
9 5:0
31.10.09 H 1:0 500
16.05.10 A 2:0 200
25.07.10 A 2:0 700 |
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Aufstellung:
TSV Rain: Sascha Jöckel – Alexander Egen, Bernd
Taglieber, Aleksandar Dmitrovic, Andreas Götz – Den Lovric,
Marco Löring – Zeljko Brnadic (ab 16. Ahmet Cam), Sebastian
Fischer (ab 90. Simon Clari), Dominic Wünsch (ab 86. Maximilian
Lutz) – Daniel Schneider.
SV Schalding/Heining: Christian Wloch – Andreas Abelein,
Tobias Grabl, Josef Krieg, Fabian Träger (ab 86. Albert Krenn)
– Philipp Roos, Josef Eibl, Michael Eibl, Matthias Url (ab 68.
Matthias Höllmüller) – Christian Süß, Benjamin Neunteufel (ab
81. Florian Stecher).
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Tore:
0:1 (55. Min.) Benjamin Neunteufel
1:1 (64. Min.) Daniel Schneider
2:1 (84. Min.) Daniel Schneider
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Zuschauer: 350
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Schiedsrichter:
Michael Wander (FV 05 Helmstadt)
SRA I: Manuel Steigerwald (SV Gräfendorf)
SRA II: Christoph Schramm (TV 1861 Haßfurt) |
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B. V.:
Gelbe Karten (2): Den Lovric, Dominic Wünsch – k e i n e |
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Stimmen zum Spiel:
Thomas Prebeck (Spielertrainer SV Schalding/Heining): Aufgrund
unserer guten Gesamtleistung hätten wir heute einen Punkt verdient
gehabt. Wir waren taktisch gut eingestellt, und wussten was uns
erwartet. Im Laufe des Spieles zeigte sich immer mehr, dass Rain im
Spiel nach vorne seine Probleme hat. Entscheidend war, dass wir
nach dem 1:0 nicht nachlegten. Rain wäre hier zu knacken gewesen.
Schade war das dem Siegtreffer ein Fehler unseres Torhüters
Christian Wloch vorausging. Wloch hielt aber bisher sehr gut, von
daher ist dies kein Problem. Es hilft aber nichts. Wir kommen
sicher von hinten wieder heraus.
Kurt Kowarz (Trainer TSV Rain):
Thomas Prebeck hat das Spiel sehr gut analysiert. Wir wussten, dass
Schalding/Heining eine Mannschaft ist, die sehr schwer zu spielen
ist. Sie sind zweikampfstark und in der Offensive mit Benjamin
Neunteufel sehr gut besetzt. Ausschlaggebend für den Sieg war heute
unsere tolle Moral nach dem Rückstand. Zudem hielt uns Sascha
Jöckel nach dem 0:1 mit einer überragenden Parade im Spiel. Danach
lief das Spiel in die andere Richtung. Entscheidenden Anteil am 1:1
hatte Ahmet Cam mit seinem tollen Pass auf Alexander Egen.
Herausheben möchte ich heute neben Sascha Jöckel und den
kämpferisch wieder alles gebenden Daniel Schneider vor allem Marco
Löring der in 90 Minuten keinen einzigen Fehlpass spielte. |
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