Bericht von Michael Ruisinger
Mit
dem TSV Rain und dem TSV Großbardorf trafen am Ostermontag im
vorletzten Nachholspiel der diesjährigen Bayernligasaison zwei
Mannschaften aufeinander die aktuell recht gebeutelt werden. Der
TSV Rain musste die Heimniederlage vom Gründonnerstag gegen den
1.FC Eintracht Bamberg wegstecken, dazu kommt noch das noch nie
dagewesene Verletzungspech. Die Gäste aus dem Rhön-Grabfeld warten
nach der Herbstmeisterschaft immer noch auf den ersten
Rückrundensieg. Zudem erklärte ihr Trainer Wolfgang Schmitt nach
der völlig überraschenden Heimniederlage vom Karsamstag gegen den
Tabellennachzügler Freier TuS Regensburg seinen Rücktritt. Von
daher konnten beide Mannschaften nach durchschnittlichen 90
Bayernligaminuten auch gut mit der Punkteteilung leben. Vor 380
Zuschauern war Schiedsrichter Thomas Berg vom TSV Landshut-Auloh
der beste Mann am Platz und zeigte eine tadellose
Schiedsrichterleistung. Gegenüber dem letzten Spiel gegen
den 1.FC Eintracht Bamberg gab es beim TSV Rain eine personelle
Änderung. Für Giuliano Manno der sich zuletzt einen Handbruch zuzog
kam Johannes Schlumberger (Bild oben) in die
Mannschaft. Schlumberger nahm Alexander Egens Platz ein. Egen
rutschte weiter nach vorne. Bei den Gästen nahmen
überraschenderweise die beiden starken Offensivkräfte Sebastian
Knüttel und Wajos Dinudis zunächst einmal auf der Ersatzbank Platz.
Großbardorf machte Rain von der ersten Minute an das Leben schwer.
Die Gäste agierten aggressiv und setzten den TSV Rain ständig unter
Druck. Damit hatten die Rainer schon ihre liebe Mühe und Not.
Trotzdem ergaben sich daraus zunächst keine Torchancen. Mitte der
ersten Spielhälfte wurde dies anders. Ein Schuss von Pascal Stahl
ging knapp am langen Eck vorbei (24. Min.). Auf der Gegenseite
wurde Alexander Egen nach einem schönen Zuspiel von Sebastian
Fischer im allerletzten Moment am Elfmeterpunkt am Torschuss
gehindert. Acht Minuten später wurde ein Torschuss von Marco Löring
nach einem Rückpass von Alexander Egen (Bild unten)
zur Ecke abgewehrt. Kurz vor der Pause in der 43. Spielminute
musste Torhüter Kevin Maschke, der insgesamt wieder sehr viel Ruhe
ausstrahlte und eine gute Partie lieferte eine Rückgabe von
Johannes Schlumberger über die Latte lenken.
Aus
der Kabine kamen beide Mannschaften unverändert. Großbardorf kam
wohl zu der Erkenntnis, dass eventuell mehr als ein Punkt drin ist.
Die Grabfelder spielten nach dem Seitenwechsel sehr engagiert und
suchten die Entscheidung. Daraus resultierten aber zunächst keine
ernsthaften Torgelegenheiten, weil der TSV Rain defensiv recht gut
stand. Offensiv dagegen tat sich Rain an diesem herrlichen
Ostermontag weiterhin sehr schwer. Mit zunehmender Spieldauer
brachten beide Trainer ihre starken Offensivasse. Wajos Dinudis und
Sebastian Knüttel auf der einen und Daniel Schneider auf der
anderen Seite. Daniel Schneider hatte einmal Pech als er einen Ball
knapp verfehlte. Auf der anderen Seite hätte Wajos Dinudis das
Spiel in der 78. und in der 88. Spielminute durchaus zu Gunsten
seines Teams entscheiden können. Der Vollblutstürmer zeigte jedoch
zweimal Nerven. So blieb es beim torlosen Unentschieden. Ein
Ergebnis mit dem in letzter Konsequenz beide Mannschaften sehr gut
leben können.
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