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Bericht von Michael Ruisinger Einen in dieser Höhe
nicht erwarteten 4:0-Heimsieg feierte der TSV Rain im
Tabellennachbarschaftsduell gegen die seine unterfränkischen Gäste
vom 1.FC Schweinfurt 05. Rain war von der ersten Sekunde an präsent
und übte einen gewaltigen Druck auf die Gäste aus. Daraus
resultierte schon in der siebten Minute das 1:0 durch ein Eigentor
des Innenverteidigers Wladimir Slintchenko. Nach einer
Viertelstunde kamen die Schweinfurter besser auf. Der Druck dauerte
aber nur zehn Minuten danach bestimmte Rain das Geschehen wieder
eindeutig. Psychologisch äußerst wichtig das 2:0 kurz vor dem
Halbzeitpfiff durch Daniel Schneider. Der Halbzeitstand ging voll
in Ordnung und entsprach den gezeigten Leistungen im
Georg-Weber-Stadion. Nach dem Seitenwechsel war die Rainer Dominanz
nicht mehr so groß in vor der Pause. In Gefahr geriet der Sieg
deswegen aber nicht. Schweinfurt hatte an diesem Tage nicht die
entsprechenden Mittel zur Verfügung. Besonders im Spiel nach vorne
gelang den Gästen kaum etwas. Innenverteidiger Aleksandar Dmitrovic
und Alexander Egen erzielten die beiden anderen Tore zum
4:0-Endstand. Schiedsrichter Thomas Berg vom TSV Landshut-Auloh
hatte vor 350 Zuschauern mit der Spielleitung keinerlei Probleme.
Obwohl der TSV Rain mit Zeljko Brnadic, Den Lovric,
Johannes Schlumberger und Dominic Wünsch auf vier Stammspieler
verzichten musste, nahmen die Schützlinge von Trainer Kurt Kowarz
bei schwierigen Platzverhältnissen das Spiel von der ersten Sekunde
an in die Hand. Die Rainer ließen Ball und Gegner laufen. Für
dieses Engagement wurden die Tillystädter schon in der siebten
Spielminute belohnt. Nach einem schönen Spielzug über links flankte
Sebastian Fischer scharf in den Fünfmeterraum. Beim Klärungsversuch
überlistete Innenverteidiger Wladimir Slintchenko seinen
überraschten Torhüter Andreas Binner per Kopf mit einem lupenreinen
Eigentor. In den folgenden Minuten bestimmte Rain das Geschehen
weiterhin eindeutig. Als die erste Druckphase der Rainer nach einer
Viertelstunde etwas nachließ kamen die Schweinfurter etwas besser
auf. In dieser Phase hatten die Schnüdel auch ihre einzige
Torgelegenheit der ersten Spielhälfte. Nach einem Zuspiel von
Florian Galuschka wurde aber Sebastian Kress im letzten Moment
abgeblockt (16. Min.). Relativ schnell, nach gut zehn Minuten waren
die Schweinfurter Bemühungen wieder beendet. Die Mannschaft konnte
ihre Ausfälle wesentlich schlechter verkraften als der TSV Rain
seine. Rain dominiert bis zum Seitenwechsel eindeutig und hatte
durch Giuliano Manno (31. Min.), Maximilian Lutz (37. Min.) und
Ahmet Cam (41. Min.) weitere gute
Torgelegenheiten.
Was diesem Trio versagt blieb, gelang Daniel Schneider (Bild)
in der 45. Spielminute – ein weiteres Tor! Nach einen klasse Pass
von Maximilian Lutz zog Schneider in den Strafraum ein, und
„tunnelte“ Torhüter Andreas Binner. Der 2:0-Halbzeitstand war genau
nach dem Gusto der Rainer. Leistungsgerecht war er allemal.
Nach dem Seitenwechsel kamen beide Teams unverändert aus der
Kabine. Die Rainer Dominanz war nun nicht mehr so groß wie vor der
Pause. In wirkliche Schwierigkeiten kamen die Platzherren deswegen
aber nicht. Gefährlich hätte es vielleicht werden können wenn
Schweinfurt in der 56. und 57. Spielminute ein Tor
gelungen
wäre. Zuerst fand eine Flanke des fleißigen Timo Pitter im Zentrum
keinen Abnehmer. Eine Minute später konnte der Ex-Augsburger
Florian Galuschka Rains sicheren Torhüter Sascha Jöckel nicht
überwinden. Auf der Gegenseite machten es die Rainer besser. Nach
einem Einwurf von Alexander Egen behinderten sich FCS-Torhüter
Andreas Binner und ein eigener Abwehrspieler. Binner ließ das
Spielgerät fallen. Rains Innenverteidiger Aleksandar Dmitrovic (Bild
oben) reagierte am schnellsten, und nagelte den Ball genau
ins Kreuzeck. Ein schöner Treffer unter gnädiger Mithilfe der
Schweinfurter! Man muss es den Schweinfurtern hoch anrechnen, das
sich die Mannschaft nicht hängen ließ, und in der Folgezeit stets
um den Anschlusstreffer bemüht war. Zu einem zählbaren Erfolg
reichte es aber nicht. Die beste Chance zum Ehrentreffer vergab
Florian Hetzel, der mit einem Freistoß an Rains Keeper Sascha
Jöckel scheiterte (66. Min.). Den Schlusspunkt unter diesem aus
Rainer Sicht so
gelungenen
Heimspielauftakt setzte Alexander Egen (Bild) in
der 87. Spielminute. Nach einem Eckball von Marco Löring köpfte der
Neuburger das Spielgerät zum 4:0 in die Maschen. Gäste-Coach Klaus
Scheer fand das ganze nicht mehr lustig. Vielmehr verlor er bei dem
Gebotenen seine Sprache, und schickte Torwart-Trainer Norbert
Kleider zur Pressekonferenz.
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Bisherige Bayernliga-Bilanz:
S U N Punkte Tore
1 - 2 3 3:4
21.08.2010
0:1 A
09.04.2009 1:2 A
13.09.2008 2:1 H
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Aufstellung:
TSV Rain: Sascha Jöckel – Alexander Egen,
Bernd Taglieber, Aleksandar Dmitrovic, Andreas Götz –
Maximilian Lutz (ab 87. Onur Gezgin), Marco Löring, Sebastian
Fischer – Giuliano Manno (ab 67. Benedikt Förster) – Ahmet Cam
(ab 75. Simon Clari), Daniel Schneider. 1.FC
Schweinfurt 05: Andreas Binner –
Sebastian Kress, Benjamin Demel, Wladimir Slintchenko, Florian
Hetzel – Sebastian Kraus (ab 33. Klaus Grütze), Erkan Esen –
Florian Galuschka, Timo Pitter, Ali Yetkin – Sebastian Kneißl
(ab 75. Sebastian Götz) |
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Tore:
1:0 (7. Min.) EIGENTOR/Wladimir Slintchenko 2:0
(45. Min.) Daniel Schneider 3:0 (64. Min.) Aleksandar Dmitrovic
4:0 (87. Min.) Alexander Egen
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Zuschauer: 350
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Schiedsrichter:
Thomas Berg (TSV Landshut-Auloh) SRA I: Tobias
Weinzierl (FVgg Gammelsdorf) SRA II: Dominik Strebel
(FC Moosburg)
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B. V.:
- Gelbe Karten: - / Ali Yetkin
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Stimmen zum Spiel:
Norbert Kleider (Torwart-Trainer 1.FC
Schweinfurt 05): Es war heute ein sehr schwacher Auftritt
von. Sechs fehlende Stammspieler konnten wir aber nicht
ersetzen. Eigentlich haben wir vier Tore erzielt. Ein Eigentor,
einmal auf Abseits gespielt, was nicht funktionierte und dazu
zwei Torwartfehler. Wir sind heute alle schwer enttäuscht, aber
es muss weiter gehen.
Kurt Kowarz (Trainer TSV Rain):
Das Statement meines Kollegen kann ich so nicht stehen
lassen. Fakt ist, unser Team hat heute eine sehr gute Leistung
gezeigt. Wir waren von der ersten Minuten an präsent, und
setzten Schweinfurt 05 sofort unter Druck. Durch unsere
dominante Spielweise haben wir die Gäste natürlich zu Fehlern
gezwungen. Ich bin heute hochzufrieden. Unsere taktischen
Überlegungen sind jedenfalls total aufgegangen. Im Halbfeld
haben wir durch Maximilian Lutz und Sebastian Fischer permanent
Druck ausgeübt. Unser 4:0 ist auch in dieser Höhe verdient.
Ohne jemanden in der Mannschaft zurückzusetzen möchten ich an
Aleksandar Dmitrovic und Andreas Götz ein Sonderlob für ihre
Leistung aussprechen. Als ehemaliger Torwart möchte ich heute
den Schweinfurter Torhüter in Schutz nehmen. Bei den
schwierigen Platzverhältnissen, und dem extrem glitschigen Ball
war es nicht leicht für Ihn.
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