Bericht von Michael Ruisinger
Der TSV Rain bleibt zuhause weiterhin eine Macht! Im 13.
Saisonheimspiel gelang den Tillystädtern gegen den TSV Buchbach
bereits der zehnte Heimsieg. Zwei Unentschieden und die
Heimniederlage im August des vergangen Jahres gegen den FC Ismaning
runden dieses positive Bild ab. Keine Frage, der äußerst knappe
1:0-Heimsieg gegen die bärenstarken Gäste aus dem Landkreis
Mühldorf am Inn hing besonders in der letzten halben Stunde
mehrfach am seidenen Faden. In dieser Spielphase merkte man den
Rainer kräftemäßig das schwere Auswärtsspiel in Hof am vergangenem
Mittwoch stark an. Umso glücklicher konnten die Schützlinge von
Trainer Kurt Kowarz über den „Dreier“ sein. Torschütze des Tages
war vor 400 Zuschauern Kapitän Bernd Taglieber mit einem direkt
verwandelten Freistoß fast von der Mittellinie aus.
Gegenüber dem Mittwochsspiel in Hof gab es beim TSV Rain eine
personelle Änderung in der Startformation. Alexander Egen in Hof
unabkömmlich, rückte wieder für Onur Gezgin auf seine angestammte
Position in der Viererabwehrkette. Allerdings musste Dominic Wünsch
das Spielfeld bereits nach 35 Minuten wegen muskulärer Probleme
verlassen. Für ihn kam der schnelle Simon Clari ins Team. In der
Anfangsphase neutralisierten sich beide Teams weitgehend. Richtig
Fahrt nahm das Spiel nach zirka 20 Minuten auf. Rain war nun leicht
überlegen und hatte zwei relativ gute Chancen zum Führungstreffer.
Sebastian Fischer scheiterte mit einem Freistoß aus gut 25 Metern
am gut disponierten Buchbacher Keeper Sandro Volz (21. Min.). Eine
Uhrzeigerumdrehung später hatten viele Zuschauer schon den Torjubel
auf den Lippen. Nach einem schönen Spielzug über Bernd Taglieber
und Dominic Wünsch scheiterte Torjäger Daniel Schneider an Sandro
Volz. Dies hätte sich bereits im Gegenzug rächen können. In
höchster Not bereinigte Andreas Götz eine ganz gefährliche
Situation. Brandgefährlich wurde es für Buchbach meist, wenn Rain
Standards hatte. So kam es nicht von ungefähr, dass der
Führungstreffer nach einem Freistoß fiel.
 
Bild oben: Der Freistoß von Bernd
Taglieber, kurz vor der Ausführung, der zum Tor führte. Bild
unten: Auch wenn es nicht so aussieht, der Ball fliegt direkt ins
Tor.
Trotzdem, das Tor war genauso sehenswert wie kurios. Fast von
der Mittellinie aus erzielte Kapitän Bernd Taglieber an Freund und
Feind vorbei das Tor des Tages. Obwohl einige Buchbacher Spieler im
Fünfer standen schlug der Ball im Kreuzeck zum vielumjubelten 1:0
im Netz ein (38. Min.). Kurz vor dem Seitenwechsel setzte Ralf
Klingmann einen sehr gefährlichen Freistoß knapp am kurzen Eck
vorbei (42. Min.).
Um den Spiel noch eine Wende zu geben brachte Gäste-Trainer
Anton Bobenstetter mit Alexander Neulinger und Thomas Eckmüller
zwei frische Offensivkräfte ins Spiel. Rain wechselte in der Pause
nicht. Jetzt fand das Spiel unter veränderten Vorzeichen statt.
Buchbach wollte den Ausgleich und mindestens einen Punkt mit
nachhause nehmen. Beim TSV Rain dagegen schwanden die Kräfte mit
zunehmender Spieldauer immer mehr. Die Kowarz-Schützlinge mussten
dadurch einige schwierige Situationen überstehen. So zeigte sich
Torhüter Sascha Jöckel in der 61. Minute in glänzender Verfassung,
als er nach einer Ecke einen Schuss des eingewechselten Alexander
Neulinger aus fünf Metern unschädlich machte. Rain fehlte nun in
einigen Situationen die nötige Frische und Konsequenz, um ihre
Möglichkeiten gezielt zu Ende zu spielen. So benötigte Rain bis zum
Schluss schon noch eine Portion Glück, ehe der 1:0-Heimsieg
feststand. In diese Kategorie gehörte eine Szene aus der 83.
Spielminute. Nach einem abgewehrten Ball von Torhüter Sascha Jöckel
erzielte Alexander Neulinger den vermeintlichen
1:1-Ausgleichstreffer. Die Fahne des Assistenten war jedoch oben.
Somit kein Tor. Rain konnte tief durchatmen. Buchbach gab sich
jedoch noch lange nicht auf. Durch den Buchbacher Druck eröffneten
sich jedoch auch einige gute Rainer Konterchancen, die jedoch
nichts einbrachten. Die Zeit lief nun für den TSV Rain. Trotz vier
Minuten Nachspielzeit blieb es beim knappen, glücklichen aber auch
sehr wichtigen und nicht ganz unverdienten Rainer Heimsieg. Dass
die Gäste danach etwas haderten konnte man verstehen.
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Bisherige Bayernliga-Bilanz:
S U N Punkte Tore
1 2 2
5 3:6
11.10.2008 0:2 H
09.05.2009 1:0 A
12.08.2009 1:1 A
05.04.2010 1:1 H 04.09.2010
0:2 A
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Aufstellung: TSV
Rain: Sascha Jöckel – Alexander Egen, Bernd
Taglieber, Aleksandar Dmitrovic, Andreas Götz – Maximilian Lutz,
Marco Löring, Sebastian Fischer – Dominic Wünsch (ab 35. Simon
Clari) – Giuliano Manno (ab 75. Benedikt Förster), Daniel Schneider
(ab 90. Johannes Schlumberger). TSV Buchbach:
Sandro Volz – Maximilian Hain, Dominik Kupfer (ab 46. Alexander
Neulinger), Florian Gögl, Ralf Klingmann – Patrick Irmler,
Alexander Schmalhofer, Johannes Hain (ab 71. Thomas Hamberger),
Stefan Bernhardt (ab 46. Thomas Eckmüller) – Manuel Neubauer,
Thomas Breu.
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Tore:
1:0 (38. Min.) Bernd Taglieber
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Zuschauer: 400
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Schiedsrichter:
Wolfgang Wallesch (SC Postau) SRA I: Christian Keck (FC Grünbach) SRA II: Florian Riepl (SpVgg Altenerding)
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B. V.:
--- Gelbe Karten (2): Johannes Schlumberger – Dominik
Kupfer.
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Stimmen zum Spiel:
Anton Bobenstetter (Trainer TSV Buchbach):
Es war heute eine schwieriges Spiel für beide Teams. Vom
Engagement her war es heuer unsere beste Leistung. So hatten wir
zirka zehn Ecken, und das ist in Rain sehr gut. In der ersten
Halbzeit standen wir sehr tief und ließen kaum Chancen zu. Von
daher war es ein typisches 0:0-Spiel. Ärgerlich war der
Gegentreffer fast von der Mittellinie aus. Das tat richtig weh.
Trotzdem kämpften wir über die gesamte Spieldauer mit sehr viel
Herzblut. Nach dem Seitenwechsel hatten wir fast nur den
Vorwärtsgang drin, aber leider wurden wir dafür nicht belohnt.
Kurt Kowarz
(Trainer TSV Rain): Anton Bobenstetter hat das Spiel
treffend analysiert. Wir waren von der ersten Minute an sehr
präsent, und wurden in den gesamten 90 Minuten sehr stark
gefordert. In der ersten Halbzeit hatten wir ein Übergewicht,
allerdings auch Glück, dass Andreas Götz eine brenzlige
Situation in höchster Not bereinigte. Insgesamt ging das 1:0 zur
Pause in Ordnung. Nach der Pause hat Buchbach umgestellt. Wir
kamen nicht mehr so ins Spiel wie noch vor der Pause. Aufgrund
der zweiten Halbzeit wäre das Unentschieden für den TSV Buchbach
sicher nicht unverdient gewesen. Bei der Bewertung des Spieles
dürfen wir aber nicht vergessen, dass uns noch die zwei schweren
Auswärtsspiele in Würzburg und vor allem, dass in Hof am
vergangenem Mittwoch in den Knochen steckte. Von daher können
wir auf die Mannschaftsleistung und den heutigen Sieg schon
stolz sein.
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