Bericht von Michael Ruisinger
Eine extrem bittere 2:3-Heimniederlage musste der TSV Rain gegen
das aktuell beste Auswärtsteam der Bayernliga, den TSV 1860
Rosenheim hinnehmen. Bitter vor allem weil die Niederlage erst in
der 90. Spielminute durch einen Foulelfmeter, den der 60iger
Kapitän Michael Kokocinski zum 2:3-Endstand verwandelte zustande
kam. Vorher ging der TSV Rain durch zwei Tore von Giuliano Manno
zweimal in Führung. Die nie aufsteckenden Rosenheimer glichen aber
jeweils durch Markus Ostarek und Danijel Majdancevic aus. Während
der TSV 1860 Rosenheim mit diesem Sieg den Klassenerhalt mit
nunmehr 44 Punkten gesichert hat, könnte es für den TSV Rain noch
richtig knapp werden. Nach Stand der Dinge könnten die aktuellen 41
Punkte eventuell nicht zum Klassenerhalt reichen. Dem Gastspiel am
kommenden Samstag beim SV Heimstetten (16. Platz/34 Punkte) kommt
somit eine enorme Bedeutung zu. Rains Trainer Kurt
Kowarz änderte sein Team gegenüber dem letzten Spiel bei der SpVgg
Unterhaching II auf zwei Positionen. Für die verletzten Alexander
Egen und Marco Löring kamen Rekonvaleszent Den Lovric und
Amerika-Rückkehrer Fabian Kling in die Mannschaft. Beide machten
ihre Sache obwohl sie lange ohne Spielpraxis bzw. noch nicht
richtig fit sind, recht ordentlich. Rosenheim ließ schon früh
erkennen, dass man die beeindruckende Auswärtsserie fortsetzen
will. Rain wollte mindestens einen Punkte und sämtlichen
Eventualitäten einen Riegel vorschieben. So entwickelte sich auch
gleich ein recht flottes Bayernligaspiel. Dominik Haas deutete in
der achten Spielminute mit einem Kopfball seine Klasse an. Kurz
danach blitzte Rain technisches Können auf. Nach einem Klassepass
von Sebastian Fischer in die Tiefe auf Daniel Schneider legte der
Eggelstettener quer zu Giuliano Manno, der den Ball über die Linie
beförderte. Die Fahne des Assistenten ging jedoch hoch. Somit kein
Tor in der 13. Spielminute. Eine Minute später war aber doch
soweit. Erneut leistete Sebastian Fischer die Vorarbeit. Per
Direktschuss brachte Giuliano Manno sein Team frühzeitig mit 1:0 in
Führung. Quasi aus dem Nichts heraus glich Rosenheim in der 30.
Spielminute aus. Nach einer Flanke von rechts hämmerte Markus
Ostarek das Spielgerät vom zweiten Pfosten aus via Sonntagsschuss
direkt neben den Pfosten ins Gehäuse. Ein Klassetor! Neuer
Spielstand somit 1:1. Ostarek hatte drei Minuten später sogar das
1:2 auf dem Fuß. Sein Schuss ging jedoch knapp über das Kreuzeck.
Letztlich blieb es beim gerechten 1:1-Halbzeitstand. Aus der Kabine
kamen beide Mannschaften unverändert. Das Spiel war weiterhin hart
umkämpft. Tief durchatmen konnte der TSV Rain in der 53.
Spielminute. Die Rosenheimer Sturmspitze Thomas Masberg kam völlig
frei vor Kevin Maschke zum Schuss, und schoss den Ball links am Tor
vorbei. Bereits im Gegenzug die erneute Rainer Führung. Daniel
Schneiders Flanke drückte Giuliano Manno aus zwei Metern zum 2:1
über die Linie. Rosenheim schlug aber erneut zurück und glich in
der 64. Minute zum 2:2 aus. Nach einem Zuspiel von Thomas Masberg
kam Danijel Majdancevic eher als Kevin Maschke an den Ball. Via
Pfosten trudelte das Spielgerät über die Linie. In der Folgezeit
brachten die Gäste in einigen Szenen eine unnötige Härte ins Spiel,
die Schiedsrichter Wolfgang Wallesch jedoch meist ungeahndet
durchgehen ließ. Nach Standartsituationen boten sich beiden Seiten
recht gute Führungsmöglichkeiten. Zuerst wurde nach einen Freistoß
von Bernd Taglieber der Kopfball von Benedikt Förster auf der Linie
abgewehrt (73. Min.). Danach zirkelte Michael Kokocinski einen
ruhenden Ball aus 16 Metern über das Gehäuse (88. Min.). Es lief
bereits die letzte Spielminute als Schiedsrichter Wolfgang Wallesch
eine Aktion von Rains Innenverteidiger Benedikt Förster gegen
Danijel Majdancevic mit einem Strafstoß bewertete. Michael
Kokocinski war es egal. Der nicht besonders gut geschossene Elfer
landete zum 2:3-Endstand im Kasten. Kurz danach war Schluss.
Während Rosenheim durch diesen Sieg den Klassenerhalt euphorisch
feierte, herrschte im Rainer Lager tiefe Niedergeschlagenheit.
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