Bericht von Michael Ruisinger
Am dritten Spieltag unterlagen die Schützlinge von
Trainer Kurt Kowarz mit 0:1 beim SV Seligenporten. Keine Frage, die
Niederlage war unnötig, aber auch nicht unverdient. Besonders in
der ersten Halbzeit fehlte dem TSV Rain die Durchschlagskraft nach
vorne. Die Mannschaft agierte sehr verhalten. Nach dem
Seitenwechsel war Rain gut im Spiel drin. Zum Ausgleich reichte es
aber nicht mehr. Torschütze des Tages war SVS-Torjäger Christian
Pollinger nach einigen Fehlern in der Rainer Hintermannschaft. 250
Zuschauer sahen dieses von der Taktik geprägte Bayernligaspiel.
Gegenüber dem letzten Spiel änderte Trainer Kurt Kowarz sein
Team auf zwei Positionen. Für den verletzten Aleksandar Dmitrovic,
der wegen eines Blutergusses am Oberschenkel aus dem
Aindlinger-Spiel nicht mitwirken konnte, spielte Benedikt Förster
in der Innenverteidigung. Förster machte seine Sache insgesamt sehr
ordentlich. Für den Offensivspieler Giuliano Manno kam wie schon in
Schalding/Heining Dominic Wünsch von Beginn an ins Spiel.
Seligenporten war von Beginn an optisch leicht überlegen.
Torchancen ergaben sich daraus aber nicht. Rain agierte eher
verhalten und fand nach vorne kaum Anspielstationen. Die einzige
Offensivaktion der ersten Spielhälfte ergab sich nach einen
Befreiungsschlag von Benedikt Förster. Zeljko Brnadic bekam den
Ball, er wurde aber von Innenverteidiger Sascha Amtmann gestoppt
(22. Min.). Auf der Gegenseite leistete sich die Rainer Defensive
einen verhängnisvollen Fehler. Andreas Götz konnte eine Flanke des
starken Christian Knorr nicht verhindern. In der Innenverteidigung
stimmte die Zuordnung nicht. Torjäger Christian Pollinger fackelte
nicht lange und erzielte das umjubelte 1:0 in der 28. Spielminute.
„Ich wusste, wenn wir gegen Rain in Führung gehen, tun wir uns
leichter, weil wir Kontermöglichkeiten bekommen“, zog SVS-Trainer
Karsten Wettberg eine Zwischenbilanz. Gleichzeitig war das 1:0 der
Pausenstand.
Nach dem Seitenwechsel investierte Rain wesentlich mehr. Die
Kowarz-Schützlinge drückten nun dem Spiel ihren Stempel auf. Eine
im Ansatz gute Möglichkeit bot sich Daniel Schneider in der 52.
Minute. Nach einem schönen Zuspiel von Sebastian Fischer zog er
jedoch etwas überhastet ab. Auch in der Folgezeit konnte Rain aus
der optischen Überlegenheit kein Kapital schlagen. Die letzte
Konsequenz fehlte in der Offensive. Ab der 70. Spielminute kamen
die Heimischen zu recht guten Konterchancen. So verhinderte Sascha
Jöckel, der ansonsten genauso wie sein Pendant Florian Schürenberg
einen eher geruhsamen Nachmittag hatte, gegen den Ex-Ansbacher
Dominik Zwick in der 72. Minute das 2:0. In der Schlussphase kam
beim TSV Rain mit der neu verpflichteten Sturmspitze Marco
Leszczynski (FC Augsburg/Junioren) zwar noch ein Stürmer zum
Einsatz. An der Niederlage konnte aber auch Leszczynski nichts mehr
ändern. Nun wird der TSV Rain versuchen diese Scharte am kommenden
Samstag im Heimspiel gegen die SpVgg Bayern Hof wieder auszuwetzen. |
Bisherige Bayernliga-Bilanz:
S U N Punkte Tore
Zuschauer
1 1 2
4 6:9
2008/09 06.08.2008 1:3
A 500
2008/09 14.03.2009 1:1 H 350
2009/10 13.10.2009 3:2 A 200
2009/10 24.04.2010 1:3 H 320 |
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Aufstellung:
SV Seligenporten: Florian Schürenberg, Florian Schlicker,
Matthias Wolf, Sascha Amtmann, Christian Knorr, Christian
Pollinger (ab 82. Bernd Rosinger), Dominik Räder, Bastian Weiß
(ab 66. Marco Wiedmann), Florian Grau (ab 89. Fabian Schöll),
Dominik Zwick, Stefan Köck.
TSV Rain: Sascha Jöckel –
Alexander Egen, Bernd Taglieber, Benedikt Förster, Andreas Götz
– Daniel Schneider, Marco Löring, Maximilian Lutz (ab 87. Marco
Leszczynski), Dominic Wünsch (ab 71. Ahmet Cam) – Sebastian
Fischer – Zeljko Brnadic. |
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Tore:
1:0 (28. Min.) Christian Pollinger
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Zuschauer: 250
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Schiedsrichter:
Schiedsrichter: Michael Völk (SV Reitsch/Obf.)
SRA I: Julian Kreye (SSV Warmensteinach)
SRA II: Johannes Franz (SV Mitterteich) |
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B. V.:
Gelbe Karten (3): Matthias Wolf – Zeljko Brnadic, Alexander
Egen. |
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Stimmen zum Spiel:
Kurt Kowarz (Trainer TSV Rain):
Wir verloren heute völlig unnötig. In der ersten Halbzeit hatten
wir viel zu viel Respekt vor Seligenporten. Daher agierten wir auch
viel zu verhalten. Hinzu kam, dass wir uns beim 1:0 eine Verkettung
von Fehlern auf der Außenposition und in der Innenverteidigung
leisteten. Das dann Pollinger solche Fehler nutzt, war klar.
Gleichzeitig war dies die einzige hochkarätige Chance des Spieles.
Ansonsten neutralisierten sich beide Mannschaften. Nach dem
Seitenwechsel hatten wir die größeren Spielanteile. Von daher wäre
ein Unentschieden auch verdient gewesen.
Karsten Wettberg (Trainer SV Seligenporten): Ich sah heute ein
Spiel auf hohem taktischen Niveau, indem sich beide Teams
weitgehend neutralisierten. Kritisieren kann man bei uns
vielleicht, dass wir aus den Kontermöglichkeiten in der zweiten
Spielhälfte zuwenig gemacht haben. Ansonsten zolle ich meiner
Mannschaft einen hohen Respekt. Ein Sonderlob hat Christian
Pollinger verdient. Obwohl er nach seiner Verletzung erst eine
Trainingseinheit absolvierte, entschied er das Spiel. Der große
Druck ist bei uns nach diesem ersten Sieg weg. |
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