Bericht von Michael Ruisinger
Der FC Ismaning entwickelt sich für den TSV Rain immer
mehr zum Angstgegner. Auch im dritten Bayernliga-Heimspiel gegen
die Elf aus dem Münchener Speckgürtel gelang dem TSV Rain kein
Heimsieg. Nach dem 2:3 und dem 1:1 in den Vorjahren verlor die Elf
von Trainer Kurt Kowarz am Samstag mit 1:2. Mit einem direkt
verwandelten Freistoß brachte Hugo da Silva-Lopez die Gäste in der
37. Minute in Führung. Diese baute Mijo Stijepic in der 69.
Spielminute auf 0:2 aus. Der Anschlusstreffer durch Marco
Leszczynski in der 86. Minute kam für den TSV Rain zu spät, um den
Spiel noch eine Wende zu geben.
Rain
ging mit der gleichen Anfangsformation wie zuletzt in Großbardorf
in das Spiel. Nach der Findungsphase war Rain gut im Spiel drin,
und gab den Takt vor. Der von Trainer Kurt Kowarz als so wichtig
apostrophierte Führungstreffer wollte den Tillystädtern aber nicht
gelingen. Zweimal hatte dazu Daniel Schneider die Gelegenheit. Beim
ersten Versuch in der 12. Spielminute ging ein Kopfball von der
Sechzehnmeterlinie aus nur um Zentimeter am rechten Pfosten vorbei
(Bild links). Der aus seinem
Tor geeilte FCI-Torhüter Christian Horn hätte hier keine
Abwehrmöglichkeit mehr gehabt. Neun Minuten später bediente
Sebastian Fischer Daniel Schneider mit einem tollen Zuspiel. Zum
Leidwesen seiner Mitspieler ging auch dieser Kopfball knapp am
Gehäuse vorbei. Der Führungstreffer in dieser Spielphase wäre für
den weiteren Spielverlauf vermutlich von elementarer Bedeutung
gewesen, zumal ja auch Zeljko Brnadic nach einer Vorlage von
Maximilian Lutz noch eine gute Kopfballgelegenheit hatte (31.).
Nach gut einer halben Stunde investierten die Ismaninger mehr für
das Spiel, und wurden offensiver. So wehrte Rains Torhüter Sascha
Jöckel einen Distanzschuss von Hugo da Silva-Lopez per Glanzparade
ab (32.). Drei Minuten später erneut das gleiche Duell mit gleichem
Ausgang. Sehr unglücklich die Situation für den TSV Rain, die zum
0:1 in der 37. Spielminute führte. In halbrechter Position 25 Meter
vor dem Rainer Gehäuse trat ein Ismaninger Spieler Alexander Egen
zuerst auf dem Schuh.
Egens
Befreiung wurde von Schiedsrichterin Angelika Söder mit Freistoß
für Ismaning bewertet. Mit fatalen Folgen für den TSV Rain. Hugo da
Silva-Lopez, der Mann des ruhenden Balles schlug den Ball über die
Abwehr hinweg. Noch abgefälscht von einem Spieler aus der Traube
landete der Ball unerreichbar für Sascha Jöckel zum 0:1 im Gehäuse
(Bild). Es trat ein was der TSV Rain um jeden Preis
verhindern wollte, der Rückstand.
Nach
dem Seitenwechsel probierte Rain noch einmal alles. Für den
verletzten Alexander Egen kam mit Marco Leszczynski ein neuer
Stürmer. Daniel Schneider wurde dafür nach hinten beordert. Dennoch
hatte der kämpferisch wieder an seine Grenzen gehende Schneider in
der 61. Minute erneut eine Kopfballchance. Nach einer Flanke von
Sebastian Fischer blieb jedoch FCI-Keeper Christian Horn der
Sieger. Auf der Gegenseite bewies der FCI Effizienz. Der bis dato
neutralisierte Mijo Stijepic kam nach einem Doppelpass in
halbrechter Position im Rücken der Rainer Abwehr frei zum Schuss.
Sein Geschoss aus acht Metern landete unhaltbar für Sascha Jöckel
zum 0:2 im Kreuzeck (69.). Wohl in keinem anderen Stadion hat
Stijepic eine ähnlich
gute
Bilanz wie in Rain. Von insgesamt sechs Ismaninger Bayernligatoren
gehen vier auf das Konto des Ex-Thannhauseners. Respekt! Rain
versuchte zwar in der restlichen Spielzeit noch einmal alles. Der
1:2-Anschlusstreffer durch Marco Leszczynski nach Flanke von
Andreas Götz fiel aber zu spät (86.). Mit viel Routine und
Cleverness schaukelte der FCI den Sieg nachhause. Der TSV Rain
braucht sich wegen der Niederlage nicht zu grämen. Die Mannschaft
leistete im bisherigen Saisonverlauf grandioses. Von daher darf das
Team auch einmal ein Heimspiel verlieren. Gelegenheit um diese
Scharte wieder auszumerzen haben die Kowarz-Schützlinge am
kommenden Samstag im Schweinfurter Willy-Sachs-Stadion gegen den
1.FC Schweinfurt 05.
Bilder: Andreas Götz (Bild oben)
und Maximilian Lutz (Bild unten) |
Bisherige Bayernliga-Bilanz:
S U N Punkte Tore
Zuschauer
1 1 2
4 6:8
20.09.2008 1:0 A
400
18.04.2009 1:2 H
500
19.09.2009 1:1 H
800
01.04.2010 2:4 A
200 |
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Aufstellung:
TSV Rain: Sascha Jöckel – Alexander Egen (ab 46. Marco
Leszczynski), Bernd Taglieber, Benedikt Förster, Andreas Götz –
Dominic Wünsch (ab 83. Giuliano Manno), Marco Löring,
Maximilian Lutz, Sebastian Fischer – Zeljko Brnadic – Daniel
Schneider.
FC Ismaning: Christian Horn – Julian Maurer, Daniel
Steinacher, Alexander Weiser, Fabian Negele – Uli Fries, Rainer
Storhas, Bernd Häfele, Hugo da Silva-Lopez (ab 77. Florian
Niederlechner), Florian Wolf (ab 86. Kim Helmer) – Mijo
Stijepic.
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Tore:
0:1 (37. Min.) Hugo da Silva-Lopez
0:2 (69. Min.) Mijo Stijepic
1:2 (86. Min.) Marco Leszczynski
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Zuschauer: 700
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Schiedsrichter:
Schiedsrichter: Angelika Söder (TSV Ochenbruck)
SRA I: Wolfgang Söder (TSV Ochenbruck)
SRA II: Torsten Wenzlik (TSV Velden/Pegnitz) |
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B. V.:
---Gelbe Karten (4): Benedikt Förster, Marco Löring – Daniel
Steinacher, Bernd Häfele |
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Stimmen zum Spiel:
Frank Schmöller (Trainer FC Ismaning): Die Zuschauer sahen heute
ein rassiges Bayernligaspiel, das wir am Ende knapp aber nicht
unverdient gewannen. Ich bin sehr froh über die drei Punkte. Nicht
so gut gefallen hat mir, dass wir unsere Kontermöglichkeiten nicht
konsequent genutzt haben. Insgesamt haben wir noch einen weiten Weg
vor uns.
Kurt Kowarz (Trainer TSV Rain): Vom
Ergebnis bin ich heute enttäuscht. Ich hätte mir schon einen Sieg
gewünscht. Leider ließen wir in der ersten Spielhälfte zwei bis
drei hochkarätige Chancen ungenutzt. Beide Teams waren taktisch
hervorragend eingestellt, und begegneten sich auf hohem Niveau. Ein
Sonderlob haben sich Andreas Götz (Bild
oben) und Maximilian Lutz (Bild
unten) verdient. Beide machten die Seite sehr gut zu,
sodass der gefährliche Uli Fries komplett aus dem Spiel genommen
wurde. Wenn wir in der ersten Spielhälfte in Führung gegangen wären
hätte es wahrscheinlich anders ausgesehen. Nach einem Rückstand ist
es aber sehr schwer gegen so eine abgebrühte Mannschaft wie sie der
FC Ismaning nun einmal ist, das Spiel noch umzubiegen. |
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