Chronik
der Abteilung Ski |
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Die organisatorischen Voraussetzungen Der Skisport ist in unseren Tagen zu einem wahren Volkssport geworden. Jeden Winter zieht es unzählige Menschen in die Berge, um dort mehr oder weniger gekonnt die Hänge herabzuwedeln; aber auch der Skilanglauf erfreut sich seit langem großer Beliebtheit. Erst der hohe Lebensstandard, der sich im Laufe der Nachkriegszeit entwickelte, öffnete auch "Otto Normalverbraucher" die Möglichkeit, diesem doch nicht ganz billigen Vergnügen - vorausgesetzt, die Berge stehen nicht gerade vor der eigenen Haustür - zu frönen. So dauerte es denn auch bis zum November 1978, ehe sich die Skisport-Freunde in Rain entschlossen, einen Verein zu gründen. Bei der Gründungsversammlung in der Sportgaststätte Meisinger wurde beschlossen, die Neugründung als Abteilung dem TSV anzuschließen. Zum Abteilungsleiter wurde Manfred Golling gewählt, um die Skigymnastik kümmerte sich Siegfried Hiener. Damit konnte schon Anfang Dezember 1978 in der Realschulturnhalle begonnen werden. Schwerpunkt des Vereins war von Beginn an die Durchführung von Skikursen, wobei anfangs auch mit der Firma "City-Sport" zusammengearbeitet wurde. Die Abteilung bot sowohl Ferien- als auch Wochenendkurse an. Daneben wurden Ein- und Zweitagesfahrten durchgeführt. Das Interesse am Skilaufen in der Bevölkerung war groß, und so stiegen die Mitgliederzahlen sehr schnell und stark an. Im März 1980 führte die Abteilung neben den Skikursen dann auch die ersten Rainer Stadtmeisterschaften am Buronlift bei Wertach durch. Auch im Sommer waren die Skisportler nicht untätig und organisierten eine Bergwanderung in der Wildschönau. Die Mitgliederzahlen waren bis dahin bereits auf 59 angewachsen, die Aktivitäten der Abteilung wurden weiter ausgebaut. So besuchten die Rainer 1981 erstmals ein Skijugendlager in Inzell. Neben den Stadtmeisterschaften war besonders erwähnenswert, daß zwei Übungsleiter die Prüfung zur F-Lizenz bestanden. Ein Jahr später wurden dann zehn Hilfsskilehrer ausgebildet, so daß die Abteilung ihre eigene Vereins-Skischule gründen konnte. Währenddessen hatte sich das Betätigungsfeld der Abteilung auch auf die geschmolzene Form von Schnee, also aufs Wasser, erweitert. Im April 1981 war per Inserat im "Deibl-Blatt" auf das erste Surfertreffen im Gasthaus Mayinger hingewiesen worden. Daraus entwickelte sich eine Surfgruppe, die ab 1982 mit der Durchführung von Surfkursen begann. Segelrevier der Sommersportler war der Hamlarer Baggersee, ihr Motor hieß Manfred Kaiser, der kommissarisch als "Quasi-Abteilungsleiter" fungierte. So erhielt die Abteilung nun die Doppelbezeichnung "Ski und Surfen". Die Symbiose von Sommer- und Wintersport blieb bis 1990 bestehen, ehe die Surfer offiziell abgetrennt wurden und seither als eigenständige Sparte existieren. Währenddessen führten die Skisportler weiterhin ihre Skikurse durch, organisierten mit großem Erfolg Tages- und Zweitagesskifahrten und veranstalteten bis 1987 weiterhin die Rainer Stadtmeisterschaften. Ende der 80er Jahre ließ aber das Interesse an den organisierten Skifahrten merklich nach; immer mehr Leute fuhren lieber mit dem Privat-Auto in die Berge. Die Busfahrten litten also nun unter schwächerer Beteiligung, während die Skikurse, die weiterhin als Ferien- und Wochenendkurse angeboten wurden, weiterhin voll belegt waren. Auch heute noch ist Manfred Golling als Abteilungsleiter und Übungsleiter die Zentralfigur des Rainer Skisports. Engste Mitarbeiter sind Siegfried Hiener, der immer noch für die Skigymnastik zuständig ist, und Gollings Sohn Markus, der seit April 1996 nach einem zweiwöchigen Lehrgang im Besitz der Skilehrer-Lizenz des DSV ist. Die Abteilung kann seitdem den Titel "DSV-Skischule" führen. Daneben werden diese drei von zwölf weiteren Vereinsskilehrern unterstützt.
Das Hauptaugenmerk der Rainer Ski-Sportler lag von Anfang an auf der Förderung des Breitensports. Logisch, denn als "Flachländer" in Wettkämpfen mit den "Spezialisten", bei denen der nächste Skilift nur einige Minuten entfernt ist, zu konkurrieren, ist praktisch aussichtslos. Schon im ersten Winter 1978/79 konnten die Rainer bei insgesamt drei Kursen 45 Teilnehmer ausbilden, und diese Zahl stieg in den Folgejahren deutlich an. Auch die Teilnehmerzahlen bei der Skigymnastik waren beachtlich: 1979 nahmen 45 Erwachsene und 35 Kinder an den Übungsabenden in der Realschulturnhalle teil. Hohe Teilnehmerzahlen verbuchten auch die ersten Stadtmeisterschaften: 108 Starter kämpften um die Titel, Antje und Peter Harster waren am Ende erfolgreich. Diese Meisterschaften wurden in den Folgejahren zu einer festen Einrichtung, ehe wegen sinkender Teilnehmerzahlen Ende der 80er Jahre (bei der achten und letzten Veranstaltung 1987 in Jungholz waren von den 13 Startern elf Skilehrer des TSV) diese Veranstaltung nicht mehr weiter durchgeführt wurde. Dagegen blieben die Skikurse auch in den 90er Jahren interessant. So nahmen in der Saison 1994/95 90 Skisport-Interessierte das Angebot wahr, beim TSV Rain das Skifahren zu erlernen bzw. ihr Können zu verbessern. Wettkampforientierte TSV-Fahrer nahmen nun an den Donauwörther Stadtmeisterschaften teil, und das nicht ohne Erfolg: Markus Golling gewann dreimal in Serie - 1994, 1995 und 1996 - den Titel in der durchgeführten Disziplin Riesenslalom. Der Schwerpunkt in der Rainer Ski-Abteilung wird aber auch in Zukunft eindeutig beim Breitensport liegen; gefördert werden soll der Spaß am Skifahren und das fahrerische Können, das eine gewisse Sicherheit in einer recht unfallträchtigen Sportart bietet. Das ganzjährige Angebot zuhause in Rain - Skigymnastik von Oktober bis anfangs April, Radfahren während der Sommermonate - soll ebenso attraktiv weiter geführt werden wie die Kurse und die Busfahrten in die Skigebiete. |
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