Chronik
der Abteilung Tischtennis |
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Es begann im Januar 1967. Josef Fischer, Josef Hoffmann, Leonhard Hoffmann, Helmut Knill, Heinrich Meisinger, Werner Nürnberger und Heinz Scherer, der zum Abteilungsleiter gewählt wurde, gründeten im Gasthaus Schmelcher die Tischtennis-Abteilung des TSV Rain, die sich im April dem Bayerischen Tischtennisverband (BTTV) anschloss und bereits im Herbst desselben Jahres mit einer Herrenmannschaft in der Kreisklasse Nordschwaben am Punktspielbetrieb teilnahm. Rasch vergrößerte sich der Kreis der Aktiven, so dass eine Saison später dann schon eine zweite Herren- und erstmals auch eine Jungenmannschaft gemeldet werden konnten. Dabei waren die äußeren Voraussetzungen alles andere als günstig. Trainiert wurde in der Städtischen Turnhalle in der Hauptstraße hinter dem Kohlberger-Anwesen, die zu dieser Zeit bereits baufällig war und (Zitat in der Abteilungschronik) „deren Zugang über einen mit Mistlachen übersäten Bauernhof führte“. Verständlich, dass die Rainer diese Verhältnisse ihren Punktspielgegnern nicht zumuten wollten und nach anderen Spiellokalen suchten. So wurden in den Anfangsjahren Spiele im Saal des Gasthauses Lutz und des Gasthauses Bäuml ausgetragen; auch das ehemalige Dehner-Spar-Lager im „Oberen Eck“ war eine Saison lang Schauplatz der Rundenwettkämpfe. Doch dies waren nur Übergangslösungen; die Abteilung musste immer wieder zurück in die Städtische Turnhalle, ehe 1971 die neue Grundschulturnhalle an der Preußenallee fertig gestellt war. Sie ist seither zur sportlichen Heimat der Tischtennis-Spieler geworden. Die sportliche Entwicklung des Vereins vollzog sich in den ersten Jahren gemächlich, aber organisch. So gelang es vor allem, die Basis der Abteilung kontinuierlich zu verbreitern. Seit 1969 war für die Nachwuchsarbeit Jugendleiter Konrad Petrich zuständig; er sollte die weitere Entwicklung der Abteilung nachhaltig beeinflussen. Fünf Jahre nach der Gründung konnten in der Saison 1972/73 bereits drei Herren- und zwei Jungenmannschaften gemeldet werden. Weil im Frühjahr 1973 aber für die erste Herrenmannschaft nur der dritte Platz in der Kreisliga I heraussprang und sie lediglich deshalb nicht mehr in der niedrigsten Liga spielte, weil inzwischen das Ligensystem des Verbandes nach unten erweitert worden war, entschloss sich die Abteilungsleitung, dem sportlichen Erfolg durch Unterstützung von außen auf die Sprünge zu helfen. Mit der Verpflichtung des ehemaligen Oberliga-Spielers Heinz Büttner (VSC Donauwörth) schlug man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe, denn der Volksschullehrer aus Tagmersheim verstärkte nicht nur die Mannschaft, sondern verfügte als langjähriger Verbandslehrwart des BTTV auch über das aktuelle Trainings-„Know-how“, das er erfolgreich an die TSV-Spieler weiter gab. Die Erfolge ließen nicht auf sich warten: In der Besetzung Heinz Büttner, Herbert Schirmböck, Albert Schneid, Heinz Scherer, Friedrich Wohlrab, Franz Hammerl wurde die „Erste“ 1973/74 Meister der Kreisliga I und stieg erstmals in die Schwabenliga III auf. Ebenso wurde die „Zweite“ Meister der Kreisliga II. Den Erfolg komplettierten die 1. Jungen, die den Aufstieg aus der Kreisliga I in die Schwabenliga II schafften. Auch in der Schwabenliga III wollten die Rainer eine gute Rolle spielen und verstärkten sich deshalb durch Alois Taufer (VSC Donauwörth). Resultat: Am Ende der Saison 1974/75 stand für den Neuling in der Schwabenliga III die abermalige Meisterschaft und damit der Durchmarsch in die Schwabenliga II zu Buche. Der Meistermannschaft gehörten Heinz Büttner, Alois Taufer, Albert Schneid, Gerald Schmid, Heinz Scherer und Stefan Weng an. Im Gleichschritt marschierte die „Zweite“ hinterdrein, die ebenfalls den Durchmarsch durch die Kreisliga I in die Schwabenliga III schaffte – ein Erfolg von Franz Hammerl, Friedrich Wohlrab, Josef Hoffmann, Josef Hafner, Bernhard Seidl und Michael Weng. Und der Nachwuchs (Peter Knoll, Rainer Wittmann, Hannes Knill, Anton Haid, Günter Meitinger) tat es mit dem Vizetitel in der Schwabenliga II und dem damit verbundenen Aufstieg in die damals höchste Spielklasse in der Jugend, der Schwabenliga I, gleich. Was nun folgte, war im Erwachsenenbereich eine Konsolidierung auf erheblich verbessertem Niveau. Die „Erste“ wurde 1976 und 1977 hinter dem TSV Wemding bzw. dem VfL Günzburg zweimal Vizemeister in der Schwabenliga II, dagegen musste sich die „Zweite“ postwendend wieder aus der Schwabenliga III verabschieden. Nach der Saison 1977/78, die die „Erste“ nochmals mit einem ordentlichen fünften Platz in der Schwabenliga II abgeschlossen hatte, zwangen einige Abgänge den Verein jedoch dazu, die Mannschaft freiwillig in die Schwabenliga III zurückzuziehen. Für Furore sorgten in dieser Zeit vor allem die Jugendlichen. Die erste Jugend hielt sich in der Schwabenliga I konstant gut. Im Einzelsport errangen 1975 Rainer Wittmann/Peter Knoll den 2. Platz im Doppel bei den Schwäbischen Meisterschaften der Jugend. 1977/78 kämpfte sich das Schülerteam mit Peter Drabek, Achim Dafler, Manfred Metschl, Wolfgang Römer und Roland Wittmeier bis ins schwäbische Endspiel (4:7 gegen die SpVgg Rieden) vor, und die erstmals gemeldete Mädchenmannschaft wurde mit Helga Sturm, Annemarie Ziegelmaier, Astrid Dafler und Elfi Wittmann auf Anhieb Kreisliga-Meister. Während der Erfolg des Schülerteams dafür sorgte, dass 1978/79 die 2. und die 3. Jungen in der Schwabenliga II antreten durften, mussten die Mädchen altersbedingt in den Damensport wechseln, wo sie in der Schwabenliga III begannen. In dieser Spielzeit qualifizierten sich mit Achim Dafler und Peter Drabek erstmals zwei Jugendliche fürs bayerische Ranglistenturnier; zudem stieß noch Roland Wittmeier bis auf die südbayerische Ebene vor. Die jahrelange Arbeit von Jugendleiter Konrad Petrich, der 1977 zusätzlich die Abteilungsleitung übernommen hatte, trug also immer mehr Früchte. Mittelfristig musste sich das auch auf den Erwachsenensport positiv auswirken. Waren es in der Saison 1978/79 nur zwei Herrenmannschaften gewesen, so gab es ab 1979 wieder eine „Dritte“, 1980 eine „Vierte“, 1982 erstmals eine „Fünfte“ und 1986 sogar eine „Sechste“. Bis zu zehn Mannschaften hatte die Abteilung in dieser Phase pro Saison im Spielbetrieb, obwohl die Damen, die 1979 mit Helga Sturm, Annemarie Ziegelmaier, Astrid Dafler und Elfi Wittmann den Sprung in die Schwabenliga II geschafft hatten, sich während der Saison 1984/85 auflösten. Aber nicht nur quantitativ, auch qualitativ verdienten die 80er Jahre in der Rainer Tischtennis-Abteilung das Prädikat „besonders wertvoll“. Achim Dafler und Peter Drabek wurden 1980 in die schwäbische Jugendauswahl berufen und nahmen mehrfach an den bayerischen Jugendmeisterschaften teil. 1980/81 sicherte sich die „Erste“ nach einem 9:7-Erfolg im Entscheidungsspiel gegen den FC Gundelfingen in der Besetzung Heinz Büttner, Gerald Schmid, Peter Knoll, Günter Forster, Josef Hafner, Walter Lang den Meistertitel in der Schwabenliga III und damit nach drei Jahren den Wiederaufstieg in den Schwabenliga II. Im selben Jahr eroberten die 1. Jungen mit Achim Dafler, Peter Drabek und Manfred Metschl durch einen 5:2-Erfolg im Finale gegen Kissing den schwäbischen Jugend-Pokal, und die 2. Jungen (Roland Wittmeier, Jörg Merk, Wolfgang Römer, Günter Leinfelder) stiegen als Vizemeister der Schwabenliga II ebenfalls in die Schwabenliga I auf. Ein Jahr später verabschiedete sich die „Zweite“ dauerhaft aus den Kreisliga-Regionen: Als Tabellenzweiter erreichten Günter Meitinger, Dieter Wittke, Manfred Wittl, Friedrich Wohlrab, Michael Weng und Stefan Sturm die Schwabenliga III. Die 1. Jungen mit Achim Dafler, Peter Drabek, Thomas Drabek und Manfred Metschl wurden in der Nordgruppe der Schwabenliga I souverän Meister und unterlagen im schwäbischen Meisterschaftsendspiel der DJK/SB Augsburg knapp 5:7, nachdem sie bereits das Pokalfinale gegen denselben Gegner 4:5 verloren hatten. Was diese Mannschaft also knapp verpasst hatte, glückte in der Saison 1983/84 ihren Nachfolgern: Gerd Böttcher, Winfried Bucher, Harald Koch, Gerhard Wittmeier und Hubert Wintermayr holten mit einem 6:6 und 14:13 Sätzen gegen den hoch favorisierten Post-SV Augsburg erstmals den schwäbischen Meistertitel der Jungen nach Rain. In der Saison 1984/85 gelang noch souveräner die Titelverteidigung: Im Endspiel gegen den TSV Schwabmünchen gab es für Gerhard Wittmeier, Winfried Bucher, Hubert Wintermayr und Harald Koch einen 7:0-Kantersieg. Bei den Bayerischen Meisterschaften – 1984 in Viechtach, 1985 in Rehau – blieb den Rainern eine Platzierung unter den besten Vier jeweils nur knapp versagt. Gerhard Wittmeier krönte seine Erfolge im Einzelsport 1986 mit der Teilnahme an den Bayerischen Jugendmeisterschaften. Im Mannschaftssport war er zu diesem Zeitpunkt schon in die 1. Herren integriert worden, die nun ernsthafter denn je um den Titel in der Schwabenliga II mitspielte, 1985/86 aber noch am VfR Jettingen scheiterte. Dagegen jubelte im selben Jahr die „Zweite“ über den Titelgewinn in der Schwabenliga III: Walter Lang, Thomas Drabek, Günter Forster, Peter Drabek, Dieter Wittke und Jörg Ruf spielten damit in der darauf folgenden Saison ebenso wie die „Erste“ in der Schwabenliga II. Die schaffte in der Saison 1986/87 endlich doch den ersehnten Meistertitel in dieser Liga: Gerald Schmid, Achim Dafler, Gerhard Wittmeier, Roland Wittmeier, Manfred Wittl und Manfred Metschl bildeten die Stammbesetzung; maßgeblichen Anteil am Aufstieg hatten aber auch die Ersatzspieler Walter Lang und Jörg Ruf. Weil gleichzeitig auf Kreisebene auch die „Vierte“ und die „Fünfte“ sowie die 2. Jungen und die 3. Jungen in ihren Ligen Meister wurden, wurde das 20-jährige Jubiläum der Abteilung in bester Stimmung begangen. Konrad Petrich, der weiterhin Jugendleiter blieb, gab auf dem bisherigen sportlichen Höhepunkt die Abteilungsleitung an Dieter Wittke ab. Weil jetzt für größere Veranstaltungen auch die Dreifachturnhalle am Schulzentrum (Donauwörther Straße/Fasanenweg) zur Verfügung stand, konnte dieser „runde Geburtstag“ mit der Ausrichtung der Bayerischen Tischtennis-Meisterschaften der Sparkassen, einem Schaukampf mit den Nationalspielern Jörg Roßkopf und Helmut Grob sowie einem großen Jubiläumsturnier stilvoll gefeiert werden. Als Neuling in der Schwabenliga I wollten die Rainer 1987/88 nicht in Abstiegssorgen kommen und holten deshalb die Neuzugänge Werner Meyer (TSV Wemding) und Wolfgang Deibl (VSC Donauwörth). Und dieses Vorhaben glückte dann auch, denn die Mannschaft landete in der höchsten Liga des Bezirks auf einem hervorragenden dritten Platz. Als besonderer Höhepunkt bleibt sicher das Heimspiel gegen den TSV Dinkelscherben in Erinnerung, das im Januar 1988 in der Sendung „Blickpunkt Sport“ des Bayerischen Fernsehens im Rahmen der Serie „Der kleine Hit“ gezeigt wurde. An die 200 Zuschauer sorgten für eine völlig überfüllte Grundschulturnhalle und für eine tolle Kulisse bei diesem „Fernsehspiel“. Leider endete diese Saison mit dem Auseinanderbrechen der Mannschaft, denn mit Werner Meyer (TSV Wemding), Achim Dafler und Wolfgang Deibl (beide VSC Donauwörth) sowie Gerald Schmid (SpVgg Riedlingen) verließen vier Spieler den Verein, so dass der Rückzug in die Schwabenliga II unausweichlich wurde. Da geriet der tolle Erfolg der „Dritten“, die mit Günter Traumann, Wolfgang Römer, Harald Koch, Hubert Wintermayr, Winfried Bucher und Bruno Chmielorz Kreisliga I-Meister wurde und somit erstmals in die Schwabenliga III aufstieg, ziemlich in den Hintergrund. Und auch die Erfolge der Nachwuchsmannschaften fanden nicht so viel Beachtung: Die 1. Jungen mit Klaus Diepold, Norbert Lepschy und Günter Koller scheiterten im Pokal erst im schwäbischen Endspiel mit 3:5 am TTC Sonthofen. Die AK II-Jungen mit Klaus Diepold, Alexander Graßer, Mario Schäf und Jürgen Genz kamen in ihrer Altersklasse ebenfalls ins Bezirksfinale, wo sie dem TSV Durach 5:8 unterlagen. Und die 2. Jungen schafften mit Manfred Kreft, Mario Schäf, Christian Kotter und Thomas Drabek II den Aufstieg in die Schwabenliga II. Die personellen Verluste führten 1988/89 im Herrenbereich zu einigen Rückschlägen. Zwar hielt sich die „Erste“ in der Schwabenliga II, die „Zweite“ stieg daraus aber nach drei Jahren wieder ab, und auch die „Dritte“ musste sich aus der Schwabenliga III sofort wieder verabschieden. Doch das stetige Nachrücken von Jugendlichen sorgte dafür, dass diese Betriebsunfälle schon 1989/90 wieder begradigt wurden. Die „Erste“ kehrte als Vizemeister hinter dem TTC Memmenhausen in die Spitzengruppe der Schwabenliga II zurück, die die „Zweite“ in der Besetzung Roland Wittmeier, Harald Koch, Dieter Wittke, Manfred Metschl, Peter Drabek und Norbert Lepschy sowie den beiden Ersatzspielern Günter Traumann und Wolfgang Römer als Meister der Schwabenliga III ebenfalls wieder erreichte. Und auch die „Dritte“ (Stefan Sturm, Günter Traumann, Herbert Schirmböck, Wolfgang Römer, Stefan Weng und Christian Kotter) schaffte als Zweiter der Kreisliga I den postwendenden Wiederaufstieg in die Schwabenliga III. Der Nachwuchs stand dieser Erfolgsbilanz nicht nach: Im Einzelsport sorgten Klaus Diepold/Jürgen Genz als schwäbische Meister im Jugend-Doppel für eine große Überraschung. Nicht minder erfreulich war die schwäbische Mini-Meisterschaft für Stefan Roßmann, der dann beim bayerischen Verbandsentscheid dieses Turniers für Tischtennis-„Neulinge“ in Heroldsbach-Thun mit dem zweiten Platz noch einen draufsetzte. Und noch bedeutsamer war der dritte Platz der 1. Jungen in der mittlerweile eingleisigen Schwabenliga I: Damit hatten Jürgen Genz, Alexander Graßer, Mario Schäf und Karl Bittner nämlich die Qualifikation für die neu gegründete Jungen-Bayernliga Süd geschafft. In dieser setzte sich der TSV-Nachwuchs in der Saison 1990/91 bestens in Szene: Alexander Graßer, Jürgen Genz, Stefan Spreng und Karl Bittner belegten den dritten Platz, was vom TSV Rain dann mit der Wahl zur „Mannschaft des Jahres 1991“ gewürdigt wurde. Die 1. Herren verpassten hinter der SpVgg Riedlingen erneut die Meisterschaft in der Schwabenliga II, die „Zweite“ und die „Dritte“ schafften in ihren neuen Ligen jeweils den angestrebten Klassenerhalt. Im Einzelsport machte Stefan Roßmann durch seine Qualifikation fürs südbayerische Ranglistenturnier auf sich aufmerksam. 1991/92 spielte die „Erste“ in der Schwabenliga II zwar weiterhin gut mit, aber Platz drei reichte nicht zum Aufstieg. Die personell geschwächten 1. Jungen konnten sich dennoch in der Bayernliga Süd halten; bei den bayerischen Pokalmeisterschaften in Postbauer-Heng, an denen sie als schwäbischer Vertreter teilnahmen, unterlagen sie dem CVJM Unterasbach gleich mit 0:5. Das erste Mal kamen in dieser Saison TSV-Herren zu schwäbischen Meisterehren: Beim Turnier in Waltenhofen setzten sich Günter Traumann/Wolfgang Römer im B-Klassen-Doppel durch. Der Modellathlet Günter Traumann qualifizierte sich in der Senioren-Altersklasse III (60 - 70 Jahre) zudem als erster Rainer für die Deutschen Meisterschaften in Zweibrücken. Verdienter Lohn war die Ernennung zum „Sportler des Jahres“ seitens des TSV Rain. Zum Saisonabschluss wurde das 25-jährige Jubiläum mit einem Schaukampf (u. a. mit Helmut Grob) und einem großen Jubiläumsturnier begangen. Welche Leistungsbereitschaft der damals 61-jährige Traumann mitbrachte, verdeutlichten auch die Mannschaftsaufstellungen der Saison 1992/93, denn erstmals trat der fünf Jahre zuvor vom VSC Donauwörth Gekommene als Stammspieler der „Ersten“ auf. Aber auch sein Mitwirken verhinderte nicht, dass mit der TSG Augsburg erneut ein Konkurrent besser war und den Rainern wieder nur der undankbare Vizemeistertitel in der Schwabenliga II blieb. Dafür hielten sich Günter Traumann/Wolfgang Römer bei den schwäbischen Meisterschaften in Wertingen mit der Titelverteidigung im B-Klassen-Doppel schadlos. Die 1. Jungenmannschaft blieb auch diesmal in der Bayernliga Süd und durfte nach einem 5:2-Erfolg gegen den TSV Durach Schwaben erneut bei den bayerischen Pokalmeisterschaften vertreten, wo es in Dachau gegen den ESV Rosenheim aber eine 0:5-Schlappe setzte. Nach dieser Saison legte Konrad Petrich nach 24-jähriger Tätigkeit sein Amt als Jugendleiter nieder, unterstützte aber als Stellvertreter seinen Nachfolger Winfried Bucher weiterhin nach Kräften. 1993/94 klappte es für die „Erste“ endlich: Dank tatkräftiger Unterstützung des TSV Wemding, der im allerletzten Punktspiel den SV Adelsried II auswärts 9:7 besiegte, durften die Rainer bei Punktgleichheit wegen des besseren Spielverhältnisses doch noch den nicht mehr erwarteten Meistertitel in der Schwabenliga II bejubeln. Gerhard Wittmeier, Roland Wittmeier, Thomas Drabek, Klaus Diepold, Günter Traumann und Wolfgang Römer bildeten das Team, das nach sechs Jahren die Rückkehr in die Schwabenliga I schaffte. Da die „Zweite“ (Schwabenliga II) und die „Dritte“ (Schwabenliga III) ebenfalls weiterhin über Kreisebene spielten, war der TSV nun zu einem der herausragenden Vereine in der Leistungsdichte geworden, zumal die 1. Jungen auch ihre vierte Bayernliga-Saison auf einem Nichtabstiegsplatz beendeten. Der Nachwuchs war allerdings zahlenmäßig erheblich zusammengeschmolzen, was die Abteilung vor der Saison 1994/95 dazu veranlasste, die altersbedingten Abgänge von Stefan Spreng und Ulrich Mändle durch zwei talentierte Neuzugänge aus Bäumenheim, Stefan Kratzer und Stefan Hörmann, zu kompensieren. Und diese Maßnahme zeitigte den gewünschten Erfolg, denn zusammen mit den verbliebenen Rainern Stefan Roßmann und Rainer Schenk wurde diese Mannschaft Vizemeister der Bayernliga Süd. Nur der SC Au München war nicht zu schlagen. Erfolgreich war im Einzelsport auch Stefan Roßmann, der sich für die Bayerischen Jugendmeisterschaften qualifizierte. Dagegen konnte sich die 1. Herrenmannschaft, in die nur Stefan Spreng für „Oldie“ Günter Traumann eingebaut worden war, in der Schwabenliga I nicht halten und stieg als Vorletzter wieder ab. Im Einzelsport gab es 1994/95 gleich zwei schwäbische Meistertitel im Doppel: Bei den Titelkämpfen in Donauwörth setzten sich Günter Traumann/Dieter Wittke in der B-Klasse und Manfred Hörmann mit einem Partner aus Augsburg in der C-Klasse durch. Die Saison 1995/96 war maßgeblich geprägt von zwei Großereignissen, die in Rain stattfanden: Im August 1995 der Junioren-Vergleichskampf Bayern – Tschechien, im Februar 1996 die Süddeutschen Meisterschaften der Damen und Herren. Die erste Veranstaltung war gewissermaßen die „Generalprobe“ für die „Süddeutschen“, die den Beitrag der Tischtennis-Abteilung zum 100-jährigen Jubiläum des TSV Rain darstellten. Für die Durchführung erhielt die Abteilung viel Lob von allen Seiten. Auch die erfolgreichen Teilnehmer gingen nicht unzufrieden nachhause, denn immerhin wurden an die Sieger Sachpreise im Wert von etwa 6500 DM ausgegeben. Die eigenen sportlichen Bemühungen stellten in dieser Saison nicht ganz zufrieden: Trotz des Zugangs von Achim Dafler, der nach sieben Jahren vom VSC Donauwörth zurückkehrte, kam die „Erste“ in der Schwabenliga II hinter dem SV Nordendorf wieder einmal nur auf den zweiten Platz. Zu allem Überfluss verließ Dafler nach dem Saisonende den TSV erneut in Richtung Donauwörth. Die nur noch mit drei bayernligatauglichen Spielern besetzte 1. Jungenmannschaft verabschiedete sich nach sechs Jahren als Neunter aus der Bayernliga Süd – jedoch nicht in Richtung Bezirksoberliga; sie ging gleich vier Klassen tiefer bis in die Kreisliga B, die zweite Liga von unten. Selbst dort kämpfte sie als einzig verbliebene Nachwuchsmannschaft des TSV in der Saison 1996/97 nur gegen den Abstieg. Wenigstens traten weiterhin sechs Herrenteams zu den Punktspielen an. Die „Erste“ blieb in der Bezirksliga Nord jedoch wie schon so oft an einem überragenden Konkurrenten hängen – diesmal war es der VSC Donauwörth, zu dem zu Saisonbeginn Achim Dafler zurückgekehrt war. Ein Schmankerl gab es aber doch für das Team, denn in einem Freundschaftsspiel war der Gegner die Nationalmannschaft von Sri Lanka (1:9). Während die „Zweite“ sich in der Bezirksliga hielt, musste die „Dritte“ nach sieben Jahren aus der Bezirksklasse wieder Richtung Kreisliga absteigen. Überschattet wurde diese Saison von zwei Todesfällen: Nach langer Krankheit starb am 24. Oktober 1996 im Alter von 59 Jahren der stellvertretende Jugendleiter Konrad Petrich, der wie kein Zweiter über Jahrzehnte hinweg die Geschicke der Abteilung bestimmt hatte. Und am 16. Januar 1997 verunglückte bei einem Autounfall erst 31jährig der stellvertretende Abteilungsleiter Peter Drabek tödlich. Zwei Schicksalsschläge, die die Abteilung menschlich, aber auch organisatorisch schwer trafen. Das Jubiläumsturnier zum 30-jährigen Bestehen der Abteilung geriet daher ziemlich in den Hintergrund. Nach nur sieben Mannschaften im Jahr zuvor ging es 1997/98 wieder bergauf. Sechs Herren- und drei Jungenmannschaften griffen in den Punktspielbetrieb ein; ein erster Erfolg der Arbeit des neuen Jugendleiters Wolfgang Römer, der dieses Amt während der vorhergegangenen Saison übernommen hatte. Die „Erste“ wurde in souveräner Manier verlustpunktfrei Meister der Bezirksliga Nord und startete damit drei Jahre nach dem Abstieg den dritten Anlauf in die Bezirksoberliga. Dem Team gehörten Gerhard Wittmeier, Roland Wittmeier, Klaus Diepold, Wolfgang Römer, Stefan Spreng und Alexander Graßer an. Weniger erfreulich war, dass die „Sechste“ während der Punktrunde wegen Spielermangels aufgelöst werden musste. Im Nachwuchsbereich taten die 1. Jungen mit dem Aufstieg in die Kreisliga A einen ersten Schritt auf dem Weg zurück nach oben. Bemerkenswert außerdem, dass mehr als 13 Jahre nach dem Rückzug der Damen-Mannschaft erstmals wieder ein Mädchen bei einem Kreisranglistenturnier für den TSV an den Start ging. Zum Saisonende führte die Abteilung in Erinnerung an ihren langjährigen Jugendleiter erstmals offene Rainer Stadtmeisterschaften für Jugendliche, das „Konrad-Petrich-Gedächtnisturnier“ durch, das seither alljährlich in der Dreifachturnhalle veranstaltet wird. Der große Zulauf im Nachwuchsbereich führte 1998/99 dazu, dass es mit zwölf Mannschaften einen neuen Rekord in der Abteilungsgeschichte gab. Neben fünf Herren- und sechs Jungenteams konnte nach langer Zeit auch wieder eine Mädchenmannschaft gemeldet werden. In unveränderter Besetzung akklimatisierte sich die „Erste“ diesmal hervorragend an die Bezirksoberliga, die sie als Fünfter frei von Abstiegssorgen bewältigte. Erfreulich war auch das Ergebnis der „Zweiten“, die sich, maßgeblich dank des überragend spielenden, erneut aus Donauwörth heimgekehrten Achim Dafler, nochmals in der nun zwei- statt dreigleisigen und daher erheblich stärkeren Bezirksliga Nord halten konnte. Beim Nachwuchs wussten besonders die Mädchen zu überzeugen, die ihre erste Saison gleich als Meister in der Kreisliga B abschlossen. Im Einzelsport machte Katharina Baeck von sich reden, die bei den Mini-Meisterschaften schwäbische Meisterin wurde und beim bayerischen Verbandsentscheid in Roth einen ausgezeichneten vierten Platz belegte. Lange hatte die Abteilung nur wenige Verluste verbuchen müssen und diese zudem durch nachrückende Jugendliche immer wieder auffangen können. Dies hatte sich in den letzten Jahren geändert und führte nun zur Saison 1999/2000 dazu, dass die Abteilung nur noch vier Herrenteams an den Start schicken konnte. Die mit Achim Dafler noch verstärkte „Erste“ war davon nicht betroffen und sorgte mit dem dritten Platz in der Bezirksoberliga für das (zusammen mit 1987/88) beste Ergebnis der Vereinsgeschichte. Spürbar war der Substanzverlust jedoch in der „Zweiten“, die in der Bezirksliga endgültig überfordert war und nach zehn Jahren wieder in die Bezirksklasse abstieg. Zur Hoffnung Anlass gaben die Ergebnisse der Nachwuchsmannschaften. Die 1. Jungen (Stefan Moras, Benjamin Kiehl, Alexander Spreng und Daniel Hörmann) wurden Kreispokalsieger und schafften als Vizemeister der Kreisliga A den Aufstieg in die Bezirksliga, und die 1. Mädchen imponierten als Neuling gleichfalls mit Platz zwei in der Kreisliga A noch mehr. Auch für Angelika Neher, Monika Rehberger, Bettina Meier und Daniela Meir bedeutete das den Aufstieg in die Bezirksliga. Eine besondere Leistung vollbrachte zudem die erstmals gemeldete 2. Mädchenmannschaft, die in der Kreisliga B auf Anhieb den Titel holte und in gleicher Besetzung (Katharina Baeck, Eveline Meir, Bianca Schuhladen und Katharina Neubauer) zudem für die Rainer Hauptschule in der Wettkampfklasse IV auch noch bayerischer Schulmeister wurde. Auch in der Saison 2000/01 gingen wieder vier Herrenmannschaften für den TSV an den Start. Am Ende stand dann der bislang größte Erfolg in der Abteilungsgeschichte: Die Erste sicherte sich nach einer überzeugenden Saisonleistung die Vizemeisterschaft in der Bezirksoberliga. Nachträglich erst zeigte sich, was das wert war: Achim Dafler, Roland Wittmeier, Gerhard Wittmeier, Klaus Diepold, Wolfgang Römer und Stefan Spreng hatten dadurch nämlich das Tor aufgestoßen zum erstmaligen Aufstieg in die Landesliga Südwest. Weitere Highlights der Saison wurden im Nachwuchsbereich gesetzt. Vier der sieben angetretenen Jungen- und Mädchenteams schafften den Aufstieg in die höhere Klasse. Dabei überzeugten besonders die 1. Mädchen, die mit Angelika Neher, Monika Rehberger, Katharina Baeck und Eveline Meir als Aufsteiger gleich Vizemeister in der Bezirksliga Nord wurden und mit dem dadurch möglichen Aufstieg in die Bezirksoberliga den dritten Durchmarsch in Serie schafften. Eveline Meir setzte sich außerdem noch im Einzelsport gut in Szene, was mit der Berufung in den Bezirkskader der B-Schülerinnen und in die Bezirksauswahl dokumentiert wurde. Stark auch die 1. Jungen mit Alexander Spreng, Benjamin Kiehl, Christoph Hammerl und Michael Sommer, die – ebenfalls als Aufsteiger – Platz drei in der Bezirksliga Nord belegten und somit ebenfalls die Möglichkeit zum Aufstieg in die Bezirksoberliga erhielten. Und nicht zu vergessen die 2. Mädchen: Bettina Meier, Daniela Meir, Katharina Neubauer und Bianca Schuhladen wurden als Aufsteiger gleich Vizemeister in der Kreisliga A und stiegen damit in die Bezirksliga Nord auf. Außerdem kletterte auch die 3. Jungenmannschaft als Zweiter der Kreisliga C Mitte um eine Liga nach oben. Mit neuformierter Mannschaft starteten die 1. Herren in ihre erste Landesliga-Saison 2001/02. Mit Gerd Seefried und Ernst Aschenbrenner, beide vom Bayernligisten VSC Donauwörth gekommen, hatte sie erheblich an Spielstärke gewonnen. Dagegen verließ nach 16-jähriger Vereinszugehörigkeit Klaus Diepold den TSV (zum BSV Neuburg). Nach starker Vorrunde ließ die Erste in der Rückrunde zwar nach, behauptete sich auf Platz fünf dennoch sehr ordentlich in der Landesliga Südwest. Im Sog der Ersten lief es für die weiteren Herrenmannschaften (nach zweijähriger Pause gab es auch wieder eine Fünfte) optimal: Stefan Spreng, Alexander Graßer, Dieter Wittke, Walter Lang, Harald Koch und Thomas Drabek schafften als Meister der Bezirksklasse Gr. IV die Rückkehr in die Bezirksliga Nord, und auch die Dritte, Vierte und Fünfte holten sich jeweils souverän die Meistertitel ihrer Ligen und den damit verbundenen Aufstieg. Im Nachwuchsbereich hielten sich die 1. Mädchen und 1. Jungen als Aufsteiger jeweils in der Bezirksoberliga, und auch die 2. Mädchen hielten in der Bezirksliga Nord gut mit. Im Einzelsport sorgte Eveline Meir für die Glanzlichter: Die A-Schülerin qualifizierte sich bis auf das südbayerische Ranglistenturnier. Am Ende dieser Spielzeit gab Dieter Wittke nach 15 Jahren sein Amt als Abteilungsleiter an Harald Koch ab. Obwohl die 1. Herren sich für ihr zweites Landesliga-Jahr noch mit Alexander Rätz (vom VSC Donauwörth) verstärkt hatten, taten sie sich schwerer als erwartet, ehe letztlich mit Platz acht der Klassenerhalt gesichert war. Dagegen hielt sich die Zweite als Neuling in der Bezirksliga Nord gut, wogegen es für die Vierte und die Fünfte wieder eine Etage nach unten ging. Positiv überraschte dagegen die Dritte, die als Neuling sofort Platz zwei in der Kreisliga B erreichte und damit in die Kreisliga A durchmarschierte. Die erstmals wieder gemeldeten Damen starteten in der Kreisliga A, hielten dort gut mit und sorgten mit dem Gewinn des Kreispokals für einen nicht erwarteten Erfolg. Ebenso erfreulich der unerwartete Gewinn des Jungen-Bezirkspokals durch Thomas Wittl, Maximilian Röhrle und Thomas Weng, der durch einen 5:4-Erfolg in einem dramatischen Endspiel gegen Oettingen errungen wurde. 1. Jungen und 1. Mädchen hielten sich auch in dieser Saison in der Bezirksoberliga. Im Einzelsport sorgten Gerd Seefried (Kreismeister der Herren-A-Klasse im Einzel und im Doppel mit Alexander Rätz) sowie Thomas Wittl (Kreismeister der A-Schüler im Einzel und im Doppel mit Florian Klauser und zweifacher Kreisranglistensieger der Jugend) für die herausragenden Resultate. 2003-08-22/wrö |
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Abteilungsleitungen seit 1967 |
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